Sie stand auf der Terrasse, als er sie fand, was bedeutete, dass sie sich versteckt hatte, was bedeutete, dass sie gewusst hatte, dass er hier sein würde.
Er sagte nicht ihren Namen. Er stellte ein Glas neben ihres auf die Brüstung – Gin, ohne zu fragen, weil er es noch wusste – und stand nah genug, dass seine Wärme die Dezemberluft durchschnitt.
Vier Jahre.
„Wer auch immer uns beide eingeladen hat," sagte er, „ist entweder sehr gütig oder sehr grausam."
„Eines davon," sagte sie.
Sie sah ihn nicht an. Sie schaute auf die Straße unten, auf ein Paar, das leise vor einem Taxi stritt, auf den gewöhnlichen Dezemberabend, der nichts mit alldem zu tun hatte. Seine Schulter war vier Zentimeter von ihrer entfernt. Vielleicht weniger. Sie konnte die besondere Dichte von ihm spüren, die spezifische Schwerkraft, die sie bei niemandem sonst je zuordnen konnte.
„Du siehst aus—" fing er an.
„Nicht," sagte sie. Nicht grausam. Nur ehrlich.
Er nickte. Nahm sein Glas. Bewegte sich nicht.
Das Paar unten hatte aufgehört zu streiten. Die Frau lachte jetzt, lehnte sich an die Brust des Mannes, und etwas in dieser Leichtigkeit schnürte ihr die Kehle zu.
„An Dienstagen denke ich an dich," sagte er. „Ich weiß nicht, warum gerade Dienstage."
Das tat sie. Dienstage waren ihre – die langsamen Morgen, die späten Nachmittage, das besondere Nichts, das sie zu etwas Besonderem gemacht hatten. Sie hatte das niemandem je erklärt. Sie hatte es nie gebraucht.
Sie wandte sich zu ihm um. Das war der Fehler und sie machte ihn trotzdem.
Er streckte die Hand aus und richtete ihren Kragen gegen die Kälte – eine kleine, überlegte Bewegung, seine Finger streiften gerade ihren Nacken – und sie verstand, dass dies die Frage war, und dass sie sie bereits beantwortet hatte.