Die Terrassenstühle waren schon gestapelt, als sie in die Einfahrt bog — er war ihr also zuvorgekommen, was bedeutete, dass das ganze Wochenende zu einer Verhandlung darüber werden würde, wer zuerst gehen durfte.
Sie hatten die Abschlussliste im September per SMS aufgeteilt, in der knappen Kurzschrift zweier Menschen, die einander noch blind verstanden: Sie würde die Wasserleitung übernehmen, er die Veranda. Keiner von beiden hatte das Schlafzimmerfenster erwähnt.
Um vier hatten sie die Leitungen leerlaufen lassen, die Weidenmöbel unters Vordach geschleppt, den Grill in seine Plane gewickelt wie etwas, das für einen langen Schlaf hingelegt wird. Es war der Nachmittag zweier vorsichtiger Menschen, wie er jedem hätte gehören können.
Die letzte Aufgabe war das Sturmfenster zum See — jenes, das sich jeden Oktober ein wenig mehr verzogen hatte, seit elf Jahren, und das noch nie beim ersten Versuch eingerastet war, nicht einmal damals, als sie es noch versuchten, in jedem Sinne des Wortes.
Es brauchte zwei Hände zum Schließen: seine, die den Rahmen vom Vordach aus einhakte, ihre, die den Flügel von drinnen herunterdrückte, beide Bewegungen abgestimmt auf einen Takt, den sie schon lange nicht mehr laut gezählt hatten.
„Bei drei", sagte sie durch die Scheibe, in dem Ton, den sie früher für andere Dinge benutzt hatte.
Die Scheibe war kalt, wo ihre Handfläche sie berührte, und nirgendwo in seiner Nähe warm — ein Fingerbreit Glas zwischen zwei Händen, die einander früher ohne jede Anweisung gefunden hatten. Sie beobachtete, wie sich sein Unterarm anspannte. Er beobachtete, wie ihr Mund den Takt formte.
Der Riegel rastete beim zweiten Versuch ein, wie eigentlich immer, und für einen Moment ließ keiner von beiden los — ihre Handfläche flach gegen das Glas, seine Finger direkt darunter gekrümmt, das letzte Warme in einem Haus, das gleich für den Winter erkalten würde.
„Nächstes Jahr wieder um diese Zeit?", fragte er.
Sie antwortete nicht. Sie zog ihre Hand auch noch nicht weg.