Er hatte sich schon eine ganze Minute lang in ihrer Tür die eigene Schulter gerieben, bevor sie ihm sagte, er solle aufhören, es noch schlimmer zu machen.
"Leg dich hin", sagte sie. Keine Frage. Sie sagte es, wie sie die meisten Dinge zu ihm sagte — als wäre es schon vor Jahren entschieden worden und sie kämen erst jetzt dazu.
Er legte sich mit dem Gesicht nach unten auf ihr Bett, das Hemd zu einem Knäuel unter dem Kinn, und sie setzte sich auf die Rückseite seiner Oberschenkel, wie sie es immer getan hatte, wie etwas, das nie etwas bedeutet hatte — bis heute Abend vielleicht doch.
Das Öl war warm, weil sie die Flasche zuerst unter den Wasserhahn gehalten hatte. Diesen Trick hatte sie von jemand anderem gelernt, vor langer Zeit, und heute Abend war sie froh, dass sie sich noch daran erinnerte.
Sie fand den Knoten unter seinem Schulterblatt mit zwei Fingern, und er stieß einen Laut ins Kissen aus, den keiner von beiden anerkannte.
"Fünfzehn Jahre", sagte er, gedämpft, "und du hast das noch nie gemacht."
"Du hast auch nie gefragt."
Sie zog langsame Kreise in den Muskel, und sein Atem veränderte sich unter ihren Händen, und sie spürte, wie er sich veränderte, und hörte nicht auf, und sagte auch dazu nichts.
Als der Knoten sich endlich löste, atmete er aus, als hätte sich etwas gelöst, das nicht nur Muskel war, und eine Weile lang bewegte sich keiner von beiden — ihre Hände noch flach auf seinem Rücken, sein Rücken noch immer unter ihnen hebend und senkend, beide entschieden, ohne zu entscheiden, genau dort zu bleiben, wo sie waren.
